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Das Welsh Pony – beliebt, begabt und bewundernswert

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Jede Pferderasse hat ihren Reiz. Bei dem Welsh Pony sind das gleich mehrere. Ja, tatsächlich. Dank besonderer Einflüsse und einer interessanten Geschichte kam ein Pony zustande, welches sich sein Dasein wirklich verdient hat. Die hübsche Ponyrasse hat mittlerweile einen hohen Rang im Pferdesport und auch das englische Königshaus schätzt sie sehr.

Nicht ohne Grund. Denn nicht nur seine Äußerlichkeiten sind beachtenswert. Fundament und innere Werte machen das Welsh Pony zu einem optimalen Partner. Du bist neugierig geworden? Zu Recht. Sehe und staune! Dieses Rasseportrait wird Dir sicher zusagen.

Herkunft

Das kleine Pferdchen hat seinen Ursprung in Wales/Großbritanien. Schon seit der frühen Keltenzeit sind traditionelle Zuchtgeschehen erkennbar und auch das römische Reich erkannte scheinbar zu Zeiten von Julius Cäsar die Klasse der flinken, wendigen Tiere.

In den walisischen Bergen wurde die Pferderasse zu damaliger Zeit hauptsächlich als Reitpony für die dort ansässigen Schafhirten genutzt. Zudem mussten leider einige Tiere, ähnlich wie die Shetland Ponys, ihren Dienst in dunklen Berggruben leisten.

Später erkannte man jedoch ihren Wert und sie fanden als Kutschpferde Verwendung oder dienten den Kindern von britischen Großgrundbesitzern als verlässliche Jagdpferde. Ja und heute? Heute steht den kleinen Kerlchen wirklich die Welt offen. Sie sind immer eine gute Wahl. Doch dazu gleich mehr.

Zucht

Für das Welsh Pony wurde im Jahre 1901 beschlossen die "Welsh Pony and Cob Society" zu gründen. Ziel war es natürlich, das alte Kulturgut der Tiere zu bewahren. Außerdem konnte so eine züchterische Systematik durch die Einteilung in verschiedene Sektionen für Ordnung sorgen. Hierbei wurde auf Einkreuzung, Selektion, Abstammung, Größe und Blutführung unterschieden. Dabei kam es zu folgender Teilung:

Das Welsh A (Welsh Mountain Pony, Sektion A):

- handliche Größe bis 122 cm

- Urform und Erhaltungstyp der Ponyrasse

- damals Grubenpony, heute Kinderpony und Fahrpony

- laut Zucht ist A x A = A vorgegeben

Welsh B (Sektion B):

- bis 137 cm Stockmaß

- steht mehr im Reitponytyp durch die Einkreuzung anderer Rassen (z. B. Englischem Vollblut)

- A x B = B oder B x B = B

Welsh C (Sektion C oder Cob-Typ):

- bis 137 cm

- durch Anpaarung aus Welsh mit Cobs entstanden

- stämmigere Proportionen

- Kötenbehang ist hier gewünscht

- A x C = C oder A x D = C

- B x C = C oder B x D = C

- C x C = C oder C x D = C vorausgesetzt das Stockmaß bleibt bei allen dieser 6 Auflistungen unter 137 cm

Welsh D (Sektion D oder Welsh Cob):

- ab 137 cm, meist zwischen 145 und 155 cm

- kraftvolles Fundament

- angeblich durch Einkreuzungen von Spaniern und Berbern entstanden mit weiteren Einflüssen von Hackneys und Kaltblütern

Welsh Partbreds (keine eigenständige Selektion!)

- Kreuzungen mit einem Welsh-Blut-Anteil von mind. 12,5 %

Das Stutbuch wurde 1960 geschlossen. Ab diesem Jahr kamen dann auch die ersten Ponys nach Deutschland. Der Einkauf fand entweder direkt aus Wales oder über die Niederlande statt. Gerne wurden sie als Basis für größere Reitponys genutzt. Ab den 70er Jahren wurden die Tiere dann wie in England unterteilt, so dass die Züchtung sich hierzulande identisch mit den britischen Regeln verhält.

Äußere Merkmale dieser Pferderasse

Jedes Pony hat überragende Gebäudeäußerlichkeiten. Wobei sich doch von Selektion zu Selektion ein paar Unterschiede ergeben.

So ist das Welsh Mountain Pony (A) nicht nur zierlicher gebaut. Auch der kleine, edle Kopf mit den großen, wachen Augen und die relativ schön geschwungene Halspartie sind beachtenswert. Beim Welsh C und Welsh D sind neben stämmigerer Körperproportionen der Kötenbehang zusätzlich ein Erkennungsmerkmal.

Was jedoch bei allen sehr ähnlich ist, ist ein nicht zu hoher Widerrist, ein halblanger Rücken und die melonenförmige Kruppe mit deutlicher Behosung. An Muskeln fehlt es keinem, was sich auch an den tollen Gängen der Pferdchen bemerkbar macht, von denen Reit- wie Fahrsport extrem profitieren. Einige zeigen eine schöne Aktion und es bereitet Freude die Tiere so energisch antreten zu sehen. Schöne, raumgreifende Bewegungen, frei aus der Schulter heraus sowie enormer Schub aus einer kraftvollen Hinterhand tragen ihren Teil dazu bei.

Außerdem wird der dichte Schweif sehr elegant getragen, was dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen aufsetzt. Ein stabiler Röhrenumfang, stabile Gelenke und feste Hufe runden das attraktive Gesamtpaket ab.

Bei den Fellfarben sind tatsächlich alle erlaubt, außer Schecken. Auch Abzeichen an Kopf und Füßen machen das schöne, harmonisch gebaute Pony zu einem absolutem Hingucker.

Charakter und Eignung

Die Charaktereigenschaften der Welsh Ponys sprechen für sich. Sie sind langlebig, genügsam, leistungsbereit, verlässlich, mutig und äußerst gutwillig. Gerade letzteres macht sie zu einem besonders tollem, engagierten Kinderpony. Sie binden sich liebevoll an ihre Bezugspersonen und gehen für ihre Besitzer im wahrsten Sinne des Wortes durchs Feuer.

Ob Reit- oder Fahrsport - diese Pferde zeigen mit Euphorie, dass sie Spaß an der Sache haben und dabei in allen Sparten hochtalentiert sind. Und da soll einer mal sagen: "Ist ja nur ein Pony." Größentechnisch vielleicht, aber wenn es um Leistung und Talent geht, können sie wirklich mit den Großpferden mithalten.

Haltung

ben wurde bereits genügsam erwähnt. Soll aber nicht heißen, dass die pfiffigen Ponys nur in einer Box mit Fenster leben können. Wie alle Pferde- und Ponyrassen braucht auch ein Welsh viel Bewegung, Luft, Licht, Artgenossen, Pflege und hochwertige Futtermittel. Die moderne Haltung im Aktiv-Offenstall ist für sie sicherlich ideal.

Wichtig dabei ist die bedarfsgerechte Fütterung. Ponys neigen zu Wohlstandskrankheiten wie Hufrehe oder EMS, daher liegt hier ganz zum Wohl der Tiere das Augenmerk. Werden die vorangegangenen Punkte beachtet, steht einer sehr glücklichen Pferd-Mensch-Beziehung nichts mehr im Weg.

Und das ist doch unser Ziel, oder?

Animalons Bürstenempfehlung für das beliebte Welsh Pony:

Wir empfehlen für die kleinen begabten Ponys für die tägliche Pflege unsere Fellpflege Handschuhe. Damit erreichst du auch bei den kleinen Vierbeinern mühelos alle Stellen und kannst den Druck an den sensiblen Stellen optimal regulieren.

Als Finish empfehlen wir den Lammfell Handschuh - dieser ist super angenehm bei der Pferdepflege und lässt jedes Pferde-Fell glänzen.

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