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Wanderreiten – Feriengenuss auf dem Pferderücken

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Gibt es etwas Schöneres, als mit seinem vierbeinigen Partner durch Wald und Feld zu streifen, durch Täler zu ziehen und jeden Tag im Sattel neue Landschaften zu erkunden? 

Aufwachen, frühstücken und den ganzen Tag mit seinem Pferd zu verbringen ist der Traum vieler Reiter. Ob Dich dazu Dein eigenes Pferd begleitet oder Du Dich für organisierte Reiterreisen oder Reiterferien auf einem Pferdehof entscheidest ist völlig egal - die Freude am Miteinander, die Liebe zur Natur und die Nähe zu den Tieren sind ein Garant für einen unvergesslichen Urlaub.

Wanderreiten im Urlaub - die Vorbereitung macht´s

Ein Wanderritt bedarf natürlich einer gründlichen Planung und Vorbereitung. Sattel drauf und los ist nicht! Schließlich wollen wir das stundenlange Ausreiten als Entlohnung vom Alltagsstress sehen und fühlen. Aber nicht nur wir wünschen uns eine schöne Zeit. Unser Pferd soll genauso seinen Spaß daran haben, fit und motiviert an die Sache herangehen.

Um Euch auf die Reiterferien vorausschauend vorzubereiten, kannst Du Deinen Schatz bereits an Deinem Pferdehof trainieren. Du darfst nicht vergessen: Nur ein entsprechend trainiertes und gesundes Pferd kann Dich tagelang über Stunden durch die Prärie tragen. Demnach musst Du vorweg immer wieder seinen Gesundheitszustand beobachten (Fitness, Verdauung, Rücken, Muskulatur, Hufe...). Auch sollte großer Wert beim Wanderreiten auf Ausrüstung gelegt werden. Sattel, Zaumzeug und Sattelgepäck müssen dem Pferd perfekt passen.

Ob Wanderreiten oder Distanzreiten (eine Reitsportart, in der es darum geht eine bestimmte Strecke in einer vorgegebenen Zeit zu erreichen. Exklusive Überforderung des Tieres!) - ohne eine sachgemäße Vorbereitung läuft nichts.

Hier gilt es einige Fragen zu beantworten:

Bin ich und mein Pferd ausreichend trainiert (Bodenarbeit, Gelassenheitstraining und routinierte Abläufe im Gelände sind wichtig)?

  • Wie viele Kilometer trauen wir uns zu?
  • Möchte ich von Zuhause los oder in ein anderes Areal fahren?
  • Benötige ich ein Quartier oder möchte ich zelten (immer vorab buchen und bei Campingwunsch Grundstückbesitzer fragen!)? Nutzen wir ein Begleitfahrzeug?
  • Welche gesetzlichen Regelungen (z. B. Reitplakette) für das Ausreiten über Wald und Feld gilt es zu beachten?
  • Beherrsche ich das Kartenlesen oder ist ein kundiger Wanderrittführer anwesend?
  • Wie ist die Fütterung und das Tränken der Pferde geregelt?

Klingt alles ganz schön kompliziert? Mag sein, aber wenn Du Dir eine ausführliche Checkliste machst und Dir im Vorfeld Zeit dafür nimmst ist das kein Problem.

Das Wichtigste ist das Training und ein positiver Fitnesszustand. Während beim Distanzreiten Tierärzte für die Kontrolle da sind, gibt es beim Wanderreiten nur Dich, Dein Pferd und Deine Begleiter. Beim Wanderritt geht es außerdem zeittechnisch wesentlich entspannter zu. Vielerorts gibt es schöne Wanderreitstationen, die die Unterbringung und Versorgung von Mensch und Tier garantieren.

Reiterferien ohne eigenes Pferd

Ob ein Pferdehof mit robusten Haflingern im Allgäu oder eine Reitstation in Andalusien mit frei umherlaufenden spanischen Pferden - die Auswahl an Angeboten ist riesig und es ist für jede persönliche Vorliebe das Richtige zu finden. Ein großer Vorteil ist es, dass diese Tiere ihre Aufgaben und Wege gut kennen. Du findest meistens einen verlässlichen, tierischen Freund, den Du zum Schluss am liebsten mit nach Hause nehmen würdest. Zum Wanderreiten ist Ausrüstung bereits vorhanden und Du musst Dich relativ wenig um Organisatorisches kümmern.

Zu Beginn Deiner Urlaubsortsuche ist es sinnvoll, Dich gut über den Stall zu informieren. Unliebsame Überraschungen möchte niemand in seiner Erholungszeit. Vielleicht erfährst Du von Bekannten etwas über deren Reiterreisen. Das ist schon eine große Hilfe.

Wanderreiten ohne Stress

Egal für welche Variante Du Dich entscheidest - geh immer frühzeitig an die Sache ran. Dinge rauszuschieben bringt Dich nur unnötig in Zeitdruck. Eine gute Vorbereitung nimmt einfach Zeit in Anspruch, aber Du wirst sehen es lohnt sich.

Schönen Urlaub!

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