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Winter Fitness – so hältst Du Dein Pferd auch im Winter fit

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Dir graut es beim Gedanken an die nun bevorstehenden Wintermonate? Wenn Du zur Fraktion "Frösteln-Frieren-Federbett" gehörst, wirst Du wissen warum. Nicht nur die Uhr wird von Sommer- auf Winterzeit gedreht. Unser ganzer Ablauf und Körper muss sich wieder umstellen.

Und wäre das nicht bereits genug, sind die Veränderungen auch beim Pferd zu spüren. Der flauschige Plüsch überzieht den Pferdekörper, die Koppelsaison neigt sich dem Ende zu und die Muskulatur vom Pferd bildet sich aufgrund von weniger Bewegung deutlich zurück.

Trainingspause im Winter ist bei vielen Reitern aktuell. Aber muss das sein?

Macht es nicht viel mehr Sinn die kühleren Temperaturen (ohne schwirrende Plagegeister wohlgemerkt!) zu nutzen, um dem Pferd ein Plus an Fitness zukommen zu lassen? Schließlich gibt es unzählige Möglichkeiten das Lauftier(!) Pferd sinnvoll zu beschäftigen.

Sind wir doch mal ehrlich: Oft liegt es an unserem inneren Schweinehund, oder? Wie Du das lästige Vieh rasant los wirst bzw. Du Dir und Deinem Pferd im Winter etwas Gutes tun kannst, verraten wir Dir gerne.

Arbeite durchdacht und sei anpassungsfähig!

Ja, das Wetter regelt oft unser Gemüt. Dennoch sollten wir uns aufraffen, passende Kleidung aus den Untiefen des Schrankes ziehen (Lammfellunterwäsche ist top!) und uns auf den Weg zum Pferdchen machen. Vielleicht ist der heiße Kakao in der Thermosflasche und ein Stück von Muttis Kuchen ein netter Anreiz zum Aufbruch? Auch ein Schlechtwettershopping im Reitsportgeschäft aktiviert wieder die Lust. Ein schicker neuer Schal und eine kuschelige Weste wollen schließlich präsentiert werden.

Es regnet. Kein Problem. Übe doch mit Deinem Schatz an der Gelassenheit. Der prasselnde Regen auf Schirm und Regenjacke kann für manches Hotti schon Herausforderung genug sein. Herbst- und Winterzeit ist außerdem windig. Viele Pferde reagieren ängstlich auf Blätter- und Windgeräusche. Hier kleine Übungen (z. B. Flatterbändervorhang) einzubauen, die das Vertrauen zu Dir stärken, sind vernünftig. Viel Spazierengehen kann Deinem Tier zudem helfen sich zu entspannen. Die Regelmäßigkeit machts.

Ein klares Plus ist ein Trainingsplan für das Pferd. Er hilft Dir den roten Faden nicht zu verlieren. Ob Spaziergänge, Longenarbeit, Equikinetic oder ein ausgiebiges Stangentraining - Du hast es in der Hand und kannst abwechslungsreich gestalten. Zudem gibt er Dir einen Überblick über bereits geleistete Einheiten. Teilst Du Dir die Aufgaben mit einer lieben Reitbeteiligung - umso besser. Dann ergänzt sich Dein Trainingsplan von ganz allein und die Muskulatur vom Pferd hat beste Chancen sich aufzubauen.

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Gute Ausrüstung ist das A und O

Und der Clou: Es ist tatsächlich nicht viel Aufwand. Du benötigst lediglich ein paar Gassen, einen Timer (es wird in kurzen Intervallen gearbeitet), einen Kappzaum, eine Longe und eine Gerte. Anhand einer gelegten Quadratvolte lernt Dein Pferd die Biegung zu halten. Pausen, durch Timer angezeigt, geben dem Pferd einen Zeit-Rhythmus vor. Hierbei gilt: Mit wenigen Minuten anfangen (Führen in Stellung) und langsam steigern! Es ist ein sehr intensives Trainingsprogramm. Richtig Kopf- und Körperarbeit für Deinen Schatz. Möchtest Du es "profilike" machen, sind die Kurse und Bücher dazu sehr empfehlenswert.

Longenarbeit ohne Eintönigkeit

Longieren ist heute mehr als das Pferd nur Runde um Runde kreiseln zu lassen. Werden Cavaletti mit eingebaut, Pylonen eingesetzt, kleine Sprünge integriert oder eine Plane am Boden ausgelegt, wird dem Pferd durchaus Abwechslung geboten.

Zirkel vergrößern und verkleinern, Tempiwechsel und Stop and Go Übungen bereiten das Pferd wunderbar auf die weitere Arbeit im Sattel vor. Gerade Doppellongenarbeit routiniert das Pferd und verfeinert die Hilfengebung für das spätere Reiten.

Das Plus für Dein Pferd: Es lernt losgelassen zu gehen, da es nicht auf den Reiter achten muss. Die Muskulatur von Deinem Pferd wird sich deutlich verbessern.

Tipp: Wenn möglich, nutze die ganze Reitbahn!

Stangentraining für Bauch, Beine und Po

Ob an der Longe oder unter dem Reiter - Stangen sollten im Trainingsplan stehen. Es fördert saubere Gangarten beim Pferd und wirkt sich absolut positiv auf sämtliche Muskelgruppen aus.

Dein Pferdchen lernt Abstände einzuschätzen und die Beinchen/Bauch zu heben (Sixpack Hallo!). Als erhöhtes Cavaletti geht der Schwung nach vorne oben. Der Schub der Hinterhand wird bestens aktiviert. Dieses Aufbautraining kann Pferd eine Extraportion Kraft bescheren.

Bodenarbeit a la Horsemanship

Ein schönes Beispiel für Horsemanshipeinheiten gibt Dir z. B. Parelli vor. Seine 7 Spiele sind legendär und verhelfen Dir und Deinem Schatz zu einem besseren Miteinander. Umgangstechnisch wie reiterlich. Egal, aus welcher Reitsportsparte Du kommst. Einige Instruktoren geben in Deutschland Kurse. Eine Anmeldung sollte zügig erfolgen, da die Plätze heiß begehrt sind.

Zirzensik

Diese Art der Pferdebeschäftigung macht sicherlich beiden gute Laune. Pferde sind ja von Natur aus neugierig und haben Spaß daran (für das ein oder andere Leckerli) Neues zu entdecken. So können mit Pferdchen jeden Alters die tollsten Zirzensiklektionen einstudiert werden.

Kompliment, Spanischer Schritt & Co sind super zum Gymnastizieren geeignet und eine angenehme Abwechslung zum sonst so straffen Trainingsplan vom Pferd. Wie beim Equikinetic auch, werden viele Muskelgruppen gefordert. Eine super Ergänzung zum Reiten!

Ins Gelände im Winter?

Aber sowas von. Natürlich muss der Boden vorher auf Tauglichkeit überprüft werden. Bei Matsch und Eis ist der Reitplatz/die Halle jedoch die sicherere Wahl. Besonders ein langer, flotter Schrittausritt (vor allem über hügeliges Terrain!) gibt Muckis und steigert die Ausdauer. Ein Sattelfellbezug hält Deinen Allerwertesten warm und eine Nierendecke könnte, über Deine Oberschenkel gelegt, noch zusätzliche Wärme spenden.

Nutzt Du auch im Winter das Gelände wird Dein Partner im Frühjahr wesentlich gelassener sein. Solche Ausflüge sollten in jedem Fall auf dem Trainingsplan vom Pferd stehen! Denn: Es gibt wirklich viele tolle Wintertage (klare Luft, blauer Himmel mit Sonne), die nur so nach "RAUS" schreien. Stimmt doch, oder?

Tipp: Lade Dir eine Wetter-App aufs Handy. So kannst Du besser im voraus planen.

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