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Stallwechsel – brauchbare Tipps, die Stress vermeiden

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Im Leben von Dir und Deinem Pferd kann es immer mal vorkommen, dass Ihr den Stall wechselt. Sei es, dass Du beruflich umziehen musst, der Stallbetreiber alters- oder gesundheitsbedingt schließt, die Anforderungen für Dein Tier nicht stimmen oder Du einfach unzufrieden bist. Gründe gibt es viele.

Steht das Thema Stallwechsel nun im Raum, gilt:

Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe...! Das heißt, alles was Du frühzeitig erledigen kannst, sollte in Angriff genommen werden. Das erspart Dir eine hektische Rennerei. Schließlich sollte ein Umzug ruhig und bedacht vonstatten gehen. Du weißt, Pferde haben ja Antennen für sowas. Sie riechen, wenn was im Busch ist.

Formalitäten

Mache Dich schlau, wie lange die Kündigungsfrist in Deinem Stall ist. Wichtig: Nicht kündigen, wenn Ihr noch keinen passenden Stall gefunden habt! Das könnte nach hinten losgehen. Schließlich ist Stallsuche kein leichtes Unterfangen. Du und Dein Liebling möchten ja im neuen Zuhause längerfristig glücklich werden, oder?

Zur Stallsuche:

Mache Hofbesichtigungen, spreche mit Hofbesitzern und Reitern (passt die Chemie?) und überlege, ob die Voraussetzungen (Futter, Weidegang, Auslauf, Integrationsmöglichkeiten bei Offenstall etc...) für Dein Pferd/Pony stimmen.

Hast Du einen neuen Stall gesichtet, lass Dir ruhig den Einstellervertrag vorab zuschicken. So hast Du Zeit ihn durchzulesen, ob die dortigen Bedingungen (z. B. Wurmkuren, Stallordnung, Koppelzeiten, Hallenplan) Dir zusagen. Wenn ja, Gratulation!

Vergiss nicht, Deinen Hufschmied/Huforthopäden zu fragen, ob er auch in den neuen Stall fahren würde. Ist dieser zu weit entfernt, kümmere Dich um eine Alternative, die zu Euren Hufpflegeintervallen passt.

Daueraufträge rechtzeitig bearbeiten!

Auch überlegenswert:

Sollte Dein neuer Stall weit entfernt liegen, Dein Pferd schwierig zu verladen sein oder Du generell bei großen Ereignissen zum Nervenbündel mutierst, dann mache Dir Gedanken über die Beantragung eines Urlaubstages beim Chef.

Pferdegesundheit

 

Ein großes Thema vor dem Umzug.

Kläre ab, welche Impfungen vorliegen müssen, ein Gesundheits-Check (z. B. wegen Druse) durchgeführt werden muss und ob eine Wurmkur beim Pferd vorab verabreicht werden soll.

Tatsächlich macht es Sinn eine Wurmkur dem Pferd noch vor eurem Wechsel zu geben. Hat den Grund, dass es zum einen keine Parasiten in den neuen Bestand bringt und zum anderen es selbst nicht doppelt belastet wird, falls es dort Neue aufnimmt.

Solche Aufnahmebedingungen sind von Reitstall zu Reitstall unterschiedlich. Gleiches gilt natürlich für den Offenstall. Also wird nachgefragt und der Tierarzt zeitnah geordert, wenn nötig.

In die Kategorie Pferdegesundheit gehört auch das seelische Befinden des Tieres. So ist es durchaus vernünftig, sich bei einem Tierheilpraktiker vorstellig zu machen. Gerade wenn "Pferd verladen" bei Euch beiden Stress bedeutet.

Bachblüten sind dem Pferd dann eine große Hilfe. Kleine Globuli - große Wirkung. Vielleicht auch was für Dein Gemüt? Bachblüten geben Pferd und Besitzer etwas an Sicherheit zurück!

Stand Dein Partner bisher in einem Reitstall und soll nun in einen Offenstall wechseln? Dann muss folgendes bedacht werden:

Hat mein Pferd ausreichend Winterfell oder muss ich es dort zusätzlich eindecken? Müssen Hufeisen abgenommen werden? Kann es separiert werden, um geschützt Kontakte zu knüpfen?

Sehr wichtig:

Dein Pferd wird, egal ob Reitstall oder Offenstall, an einer Futterumstellung nicht vorbeikommen.

Es wäre hilfreich, wenn Du ihm z. B. einen kleinen Heuballen mitnehmen könntest. Zum neuen Heu beigemischt, kann sich der empfindliche Pferdeverdauungstrakt leichter umstellen.

Kommt Dein Pferd mit den Weidezeiten klar? Hast Du die Wahl, ziehe lieber in den Sommermonaten um. Dein Pferd ist dann bereits angeweidet und kann sich außerdem auf einer großen Weidefläche leichter mit den anderen anfreunden.

Vorsicht ist zudem geboten, wenn es eine komplette Futterumstellung wird. Beispielsweise von Heu auf Heulage oder von mageren Weiden auf strohige, satte Überstandswiesen. Im schlimmsten Fall kann Dein Freund eine Kolik bekommen. Auch wenn Dein Tier plötzlich auf Stroh gestellt wird, kann das seine Verdauung durcheinander bringen. Mit Kolik ist nicht zu spaßen!

Der Transport ins neue Heim

Hier sollten keine Fragen offen bleiben. Die da wären:

 

  • Wer kann mir einen Hänger leihen, wenn ich keinen besitze?
  • Fahre ich oder lieber eine andere Person?
  • Benötige ich evtl. ein Transportunternehmen?
  • Habe ich alle Sachen vorsorglich schon zusammen gesucht?
  • Heunetz für Transport gestopft?
  • Geht mein Pferdchen überhaupt in den Hänger?

Zu letzterem sei gesagt:

Nutze die Zeit, um Deinen Schatz ans Verladen und Hängerfahren zu gewöhnen. Viele Horsemanshiptrainer bieten diesbezüglich tolle Workshops an. Sehr sinnvolle Sache und in jedem Fall eine Aufgabe, an der Ihr als Team wachsen könnt. Ein Pferd verladen wird so zum routinierten Kinderspiel.

Wähle später einen ruhigen Ort (ohne Schaulustige!) zum Beladen! Dann bist Du gleich viel relaxter.

Endlich da!

Im neuen Stall angekommen, begutachte Dein Tier. Alles heile? Super! Hat es geschwitzt, lege ihm eine Abschwitzdecke auf. Vielleicht hilft Euch ein kleiner Rundgang über das Gelände? Ist es noch zu aufgeregt, ist es besser dem Pferd in seine/seinen Box/Paddock zu bringen.

Sobald am Heu gezupft wird, kehrt meist Ruhe ein. Hat sich das Tränkesystem für das Tier verändert, macht es Sinn zu beobachten, ob das Pferd trinkt. Und gegen eine entspannende Massage mit Massagestriegel hat es sicher auch nichts einzuwenden.

Schnaubt gemeinsam durch. Wenn Du langsam laut ein- und ausatmest, wird es Dein Hotti Dir gleichtun.

Freue Dich, Du hast es geschafft!

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