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Rissige Hufe zum Sommeranfang. Ursachen, Symptome & Tipps

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Rissige Hufe – was kann man dagegen tun?

Ein Problem, welches vielen Reitern in Deutschland eine menge Kopfschmerzen bereitet sind trockene oder brüchige Hufe. Dieses Problem tritt häufig zum Sommeranfang auf, wenn die Hufe einen feuchten Winter mitgemacht haben und die ersten wirklich heißen Tage anbrechen. Genau dann sind bei vielen Pferden die Hufe brüchig oder spröde. Brüchige Hufe sind nicht nur hässlich, sondern führen außerdem häufig zu Problemen beim Schmied.

Was benötigt ein Huf um sich gut zu entwickeln?

Zuerst einmal sollten wir verstehen lernen, unter welchen Bedingungen ein Huf sich gut entwickeln kann. Der wohl wichtigste Faktor hierbei ist die Flüssigkeitsaufnahme. Für eine gesunde Entwicklung eines Hufes ist es notwendig, dass dieser in regelmäßigen Abständen befeuchtet wird, um Flüssigkeit aufzunehmen. Außerdem tragen eine ausgewogene und angepasste Ernährung des Pferdes maßgeblich zur Hufgesundheit bei. Hierbei kann phasenweise Mineralfutter zum Einsatz kommen. Tipps wie die Hufe ständig feucht zu halten sind hingegen völliger Quatsch.Hierbei würde sich Schimmel bilden, welcher wohlmöglich noch schlechter für das Wohlbefinden deines Pferdes ist. Vielmehr muss darauf geachtet werden, dass die Haltungsbedingungen ständig optimiert werden. Auch das ständige Stehen in einer Box, welche unregelmäßig gemistet wird, kann für die Hufe sehr schlechte Auswirkungen haben, da der Pferdekot und der Urin auf ihn wie Säure wirken.

5 Tipps gegen rissige Hufe:

  • Als sehr gute Abhilfe gegen rissige Hufe hat sich der Morgentau auf Gräsern bewährt. Die Pferdehufe nehmen diese morgendliche Feuchtigkeit gut auf und speichern sie über den gesamten Tag. Deshalb heißt es raus aus den Federn und dem Pferd regelmäßigen Weidegang gönnen, am Besten morgens. Diesen Freiraum sollte man den Pferden ohnehin regelmäßig geben.

 

  • Eine weitere super Möglichkeit den rissigen Hufen Feuchtigkeit zu spenden, ist das Befeuchten des Paddock Bodens. Dieser Trick ist so einfach wie genial. Der Boden speichert die Feuchtigkeit sehr gut und haftet zu dem noch eine Weile an den Hufsohlen. Ein zu trockener Paddock kann dem Huf nämlich zusätzlich Feuchtigkeit entziehen.

 

  • Bei besonders trockenen Hufen kann es förderlich sein diese ein bis zweimal pro Woche nach dem Reiten abzuwaschen und anschließend mit etwas Huffett oder Huföl einzupinseln. Die Außenwand, die nicht im direkten Kontakt zum Boden steht, kann durchaus bei trockenen Hufen mit Öl eingerieben werden. Dies sollte jedoch nicht zu häufig gemacht werden, weil es sonst dazu führen kann, dass eine Gewöhnung stattfindet, die zur Abhängigkeit dieses Öles führt.Wichtig ist auch, dass Öl wirklich nur von außen aufzutragen werden, da die Sohle weiterhin Feuchtigkeit aufnehmen muss und das Öl diesen Vorgang zusätzlich verlangsamen könnte.

 

  • Der nächste Tipp lautet regelmäßige Hufschmiedbesuche. Es liegt eigentlich auf der Hand, dass der Hufschmied ist in Sachen Huf ein Profi ist. Rissige Hufe können nämlich auch dann entstehen, wenn dein Pferd wortwörtlich schief steht. Denn Fehlstellungen können dazu führen, dass Hufe spröde werden. Lass also deinen Hufschmied kommen und bitte ihn um Hilfe. Regelmäßige Hufpflege ist ohnehin essentiell für die Gesundheit deines Pferdes.

 

  • Biete deinem Pferd Bewegungsmöglichkeiten auf verschiedenen Untergründen. Im Idealfall so, dass es sich selbst aussuchen kann wie und wo es sich in welcher Geschwindigkeit bewegt. Bestenfalls im Offenstall, denn die viele Bewegung regt das Hufwachstum an. Eine Mischung aus verschiedenen Böden wie beispielsweise Kies, Sand, Erde, Holzboden, Beton oder ein Matschloch kann dabei sehr hilfreich sein. Darüber hinaus kann ein schöner Ausritt durch den Wand auch für unterschiedliche Untergründe sorgen.