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Der Mustang – ein legendärer Überlebenskünstler aus Amerika

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Diese Pferderasse steht wie der Weißkopfseeadler als das Symbol der amerikanischen Freiheit. Das atemberaubende Wildpferd ist auf der ganzen Welt bekannt und das nicht nur, weil es als eindrucksvolle Kühlerfigur ein luxuriöses Fortbewegungsmittel ziert.

Viele Cowboys und Reiter schwören auf die beachtlichen Eigenschaften der Tiere, die ihnen als Westernpferd beispielsweise die Türen öffnen. So ist es nicht verwunderlich, dass der American Mustang sich immer mehr im Reitsport publik macht.

Hierzulande wurden wir in den letzten paar Jahren vor allem durch das MUSTANG MAKEOVER auf die Pferderasse aufmerksam gemacht. Das großartige Event präsentiert nicht nur die unendlichen Möglichkeiten, die Du mit diesen Pferden haben kannst, sondern leistet auch tolle Aufklärungsarbeit. Diese ist unbedingt nötig, denn für diese Tiere gibt es auf dem amerikanischen Kontinent leider eine Schattenseite. Wissenswertes dazu findest Du gleich hier in unserem Rasseportrait.

Herkunft und Geschichte des Mustang

Tatsächlich handelt es sich bei diesen Pferden nicht um eine reine Wildpferd-Rasse. Sie kamen nämlich ursprünglich durch europäische Schiffe nach Nordamerika. Schon Kolumbus soll angeblich die ersten Tiere mit auf die große Insel gebracht haben.

Dabei handelte es sich um spanische Pferde und Berber, die für die spätere Eroberung des Kontinents eine ausschlaggebende Rolle spielten. Viele Tiere entkamen und bildeten eigene wilde Herden.

Diese wurden von den Spaniern "mesteños" genannt, was sich später in den Überbegriff Mustang für die verwilderten Pferde auslegte.

Der Wildpferdebestand wuchs, als weitere Pferde (teils arabischer Herkunft) durch die Europäer ins Land kamen. Heute sind sogar via Gentest die einzelnen Ursprungsrassen noch nachweisbar. Von Herde zu Herde kann sich das also durchaus unterscheiden.

Die frühen Cowboys konnten dank des Mustangpferdes weite Teile des Westens besiedeln. Indianer verehrten damals die großen Tiere, nutzten sie später jedoch erst als Fleischquelle, bevor sie die Vorteile der Pferde als Transport- und Reittiere entdeckten.

Leider verlief die Zähmung der ungerittenen Tiere (= Broncos) bei den Cowboys nicht immer sanft ab. Daraus entstand im 19. Jahrhundert das Rodeo, welches noch heute mit seinen unterschiedlichen Disziplinen zur amerikanischen Kultur gehört. In dieser Zeitepoche vermehrten sich die Huftiere so stark, dass Nutztierhaltern in ihnen Konkurrenz sahen.

Oft war von Futterknappheit und Wassermangel die Rede.

Sie wurden gejagt, getötet und zur Fleischgewinnung weiterverarbeitet. Ihre Anzahl dezimierte sich besonders, als ihnen später motorisiert nachgesetzt wurde.

1959 wurden die Pferde dann unter Schutz gestellt sowie die motorisierte Jagd verboten.

Heutige Bestandspflege

Seit 1971 wird der Bestand vom Bureau of Land Management kurz BLM verwaltet und kontrolliert. 26000 Mustangs sollten zukünftig in Freiheit leben und über 34000 befanden sich auf eingezäuntem BLM-Gelände. 1973 kam der Plan einer Adoption ins Leben, welcher viele Pferde vor einer Schlachtung bewahrte. Dennoch konnte man der Masse an Tieren nicht Herr werden.

Immer wieder ging es um Schlachtung, Einschläfern oder Kastration der Pferderasse. Madeleine Pickens, die Frau eines Ölmagnaten schlug vor, die Pferde in einem privaten Reservat in Nord-Nevada unterzubringen. Der größte Teil der freilebenden Tiere lebt daher in Nevada, Oregon, Wyoming und Montana. Tatsächlich sind es aber heute fast 47000 Pferde in Gefangenschaft (Auffangstationen) und knapp 80000 auf den Flächen des BLM.

Passende Adoptionswillige werden nach wie vor gesucht.

Dabei kommen auch Gewinnspiele und Wettbewerbe, ähnlich wie das MUSTANG MAKEOVER, zum Einsatz. Das Leben der Tiere wird bei einigen zur Herzensangelegenheit.

Leider gibt es immer noch Konflikte, wie mit dem hohen Tierbestand vorgegangen wird und Tierschützer kritisieren, dass mehr Mustangs in Gefangenschaft leben als in freier Wildbahn. Übrigens gilt ein Wildpferd erst als American Mustang, wenn dieses nach dem Einfangen sein Brandzeichen erhält.

Äußerlichkeiten und charakteristische Wesenszüge

Größe und äußeres Erscheinungsbild variiert bei den amerikanischen Kerlchen. Von ca. 140 - 150 cm ist größentechnisch alles dabei. Das Exterieur zeigt sich ebenso variabel. Das geben letztlich die ursprünglichen Einflüsse vor. So gibt es beispielsweise viele Pferde, die körperlich mit stabilem Fundament, wenig Widerrist, einer abfallenden Kruppe und einer leichten Ramsnase deutlich in die spanische Richtung gehen. Ihre Bewegungen sind durchweg geschmeidig und passen zum Rest.

Was die Pferderasse jedoch einheitlich vorweisen kann, sind die harten, enorm strapazierfähigen Hufe. Das Laufen über Stock und Stein hat diese vorteilhaft geprägt. Auch der Knochenbau, Sehnen und Bänder profitieren nachhaltig vom Leben in der Steppe. Ebenso unkompliziert hält es sich bei den Fellfarben.

Es gibt es kein "No-Go". Alles ist erlaubt, alles ist erwünscht.

Vom Wesen her sind die Mustangs wirklich menschenbezogen. Trotz der jahrhundertelangen Verwilderung und der unschönen Jagd ist das "Wildpferd" dem Menschen zugetan geblieben. Das zähe, ausdauernde Pferdchen lernt außerdem bedeutsam schnell und verblüfft so manchen Kritiker.

Die Eignung eines American Mustang

Am besten veranschaulicht das M. MAKEOVER die Fähigkeiten dieser herrlichen Tiere. Ob im Reitsport als leistungsbereites Westernpferd, dressurlich und körperbetont gefördert im Viereck oder innig geliebt als enorm trittsicheres, ausdauerndes Gelände- und Freizeitpferd - die Spanne ist bei dieser Pferderasse unglaublich weit und ausbaufähig. Ganz offensichtlich ein toller Allrounder, der nur endlich von allen entdeckt werden will.

Fazit: Wissen hilft!

Glücklicherweise ist der Reitsport offener geworden. Nicht jedes Westernpferd muss ein Quarter Horse sein und auch das Freizeitpferd-Spektrum erweist sich als weitreichend. Eigentlich recht einfach als hübsches Multitalent Fuß zu fassen, oder?

Was Eignung und Charakter an geht bestimmt. Doch den Kontakt, die Quarantänebedingungen, den Transport und das anschließende Handling gilt es zu bezwingen. Genau hier ist vermehrt Aufklärungsarbeit gefragt, die Du Dir über das M. MAKEOVER und unterstützende Webseiten einholen kannst. Dort stehen Dir einfach die richtigen Fachleute mit Rat und Tat zur Seite.

Schon allein der Kauf eines Ticket zum Event trägt dazu bei, einige Tiere aus einer Auffangstation zu retten, zu importieren und vielen Menschen Informationen zur Situation der Pferde nahe zu bringen. Auch eine kleine Hilfe kann nämlich einem Tier eine zweite Chance z. B. als Freizeitpferd ermöglichen.

Animalons Bürstenempfehlung für den "wilden" Mustang:

Wir empfehlen für die tägliche Fellpflege des Mustang Fells unseren Care Flex Striegel. Damit kannst du den ganzen Körper deines Lieblings in kreisförmigen Bewegungen pflegen. So löst du Schmutz und lose Haare mühelos. Durch die Flexibilität kannst du sogar vorsichtig an den Beinen bürsten.

Passend dazu empfehlen wir dir noch die Care Flex Wurzelbürste. Denn so ein "wildes" Pferd wird sich sicher gerne mal im Schlamm und Matsch panieren. Die Natuborsten unserer Wurzelbürste sind genau richtig um getrockneten Schmutz auf dem Fell deines Mustangs zu bürsten.

 

 

 

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