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Hausmittel für Pferde

Ein Pferd halten ist ein Pflege-, Zeit-, und vor allem Kostenaufwand. Umso nützlicher sind Hausmittel für Pferde, die bei kleineren "Wehwehchen" teueren Medikamenten vorbeugen können. Tatsächlich gibt es dutzende Mittelchen, welche dem Pferd bei einer Pferdekrankheit zugutekommen können. Aber - und das ist noch wichtiger, nicht alles was uns Menschen hilft, ist auch für Vierbeiner die richtige Wahl. Also aufgepasst! Im Zweifelsfall ist ohnehin der Rat eines Tierarztes oder Heilpraktikers der vernünftigere Weg. Wichtiges Motto:

Lieber Ursachen abstellen, anstatt nur Symptombekämpfung betreiben!

Einfache Definition: Du solltest Dich anfänglich fragen, warum Dein Pferd hustet, worauf es mit Kotwasser reagieren könnte oder warum sein Fell keinen samtigen Glanz mehr hat.

Was kommt für Dein Pferd in Frage?

Malzbier als Muntermacher und Knoblauch gegen Fliegen - was ist dran an den Ratschlägen unserer Großväter? Gibt es sinnvolle Hausrezepte, oder ist alles Humbug?

Nun, mal abgesehen von vorgelesenen Bibelversen und verbrannten Fröschen (aus dem 17. Jahrhundert überliefert) können manche Hausmittel für Pferde wirklich eine große Hilfe sein. Für Deine Stallapotheke vom Pferd sind Folgende durchaus brauchbar.

Hausmittel Nr. 1: Bierhefe und Malzbier

Zweiteres kann in kleinen Mengen einem ausgezehrten Pferd durchaus zu mehr Appetit verhelfen. Der süßliche Geschmack samt Hefeduft ist sehr anregend. Dennoch sollte reines Bier bei der Pferdefütterung nicht zum Einsatz kommen. Pferde vertragen keinen Alkohol und können dadurch sogar gesundheitliche Schäden erleiden.

Besser ist der Griff zur ursprünglichen Pflanze des Bieres. Dem Hopfen. Du erhältst getrocknete Zapfen in der Apotheke. Daraus lässt sich ein schöner "Tee-Sud" kochen, der dank seiner Bitterstoffe die Gallentätigkeit beim Pferd anregt. Außerdem hat Hopfen eine beruhigende Wirkung.

Eine sinnvolle Zugabe kann aber Bierhefe für das Pferd sein. Die wertvollen Inhaltsstoffe (Biotin & B-Vitamine) regen Verdauung und Stoffwechsel positiv an. Immer wieder kurweise verabreicht eine tolle Ergänzung. Fell, Hufe und Organismus profitieren davon. Bierhefe gibt Deinem Pferd einen guten Schub Gesundheit.

Hausmittel Nr. 2: Öl

Über Öl wird heiß diskutiert. Ein Pferd hat keine Gallenblase und kann deswegen Öl angeblich schlechter verdauen.

Tatsächlich ist aber auch in der Fütterung Öl ein Bestandteil. Hafer, Samen und sogar Gras enthalten Öl. Dieses ist ein nicht unwichtiger Energielieferant für Dein Pferd.

Gerade für ältere oder abgemagerte Pferde ist der Energie- und Kalorienschub gut geeignet. Also nach langer Pferdekrankheit mitunter recht vorteilhaft. Hierbei auf die Dosierung achten! Ein Schnapsglas (z. B. Leinöl) früh übers Futter und eines am Abend sind ein guter Anhaltspunkt. Lieber weniger als zu viel!

Hausmittel Nr. 3: Die Zwiebel

Wer kennt den Zwiebelsud nicht aus der Jugend? Bei Husten ein probates, schleimlösendes und antibakterielles Hausmittel. Dabei werden Zwiebeln kleingeschnitten, mit Honig bedeckt und über Nacht stehen gelassen. Am darauffolgenden Tag kann der Sud eingenommen/verfüttert werden.

Leider ist der große Anteil an Honig für unsere Pferde nicht so förderlich. Als Alternative zum Zwiebelsüppchen wäre Meerrettich interessant. Zart gerieben und den aufgeweichten Heu- und Schwarzkümmelcobs zugeführt, bekommt Dein Pferd einen leckeren, natürlichen Hustencocktail. Extratipp: Inhalieren ist nicht nur für uns Menschen gut. Mit Kochsalzlösung, einem Vernebler sowie einer Nasenmaske für Pferde kann hartnäckigem Husten schnell der Garaus gemacht werden.

Hausmittel Nr. 4: Honig

Jeder liebt das süße Gold. Aber für Pferde ist dieser Zucker besser, wenn er nur äußerlich angewandt wird. Honig enthält entzündungshemmende Stoffe und Antioxidantien.

Demnach beste Voraussetzungen, um bei kleineren Wunden die Gewebezellen anzuregen, Wunderreger abzutöten und die Heilung letztlich zu fördern. Der medizinische Honig (Apotheke) ist hierfür die richtige Wahl. Ein tolles Hausmittel für die Stallapotheke vom Pferd.

Hausmittel Nr. 5: Knoblauch

Tatsächlich ein Hausmittel für Pferde mit profitabler Wirkung. Denn: Schwirrende Plagegeister mögen den Geruch überhaupt nicht. Sie verschmähen die Ausdünstungen der kraftvoll duftenden Knolle.

Wieder sollte beim Füttern nicht überdosiert werden, Knoblauch ist nämlich blutverdünnend. In kleinen Mengen (z. B. als Pulver oder ein paar zerdrückte Knoblauchzehen) aber vollkommen ok.

Fliegenspray Tipp:

Setze Dir einen heißen Sud aus kleingeschnittenem Knoblauch, Nelken, schwarzem Tee, Lavendelblüten an.

Abgekühlt durch ein Sieb in eine Sprühflasche geben, gut Wasser dazu und ein paar Tropfen Teebaumöl und Apfelessig.

Bei Schimmeln nicht verwenden - es färbt!

Hausmittel Nr. 6: Flohsamen

Diese kleinen "Fitzel" sind gerade bei Kotwasser beim Pferd das Hausmittel Nr. 1. Sie binden rasch Flüssigkeit, kleiden die Darmwand aus und können sogar Verunreinigungen beseitigen. Aber, wie so oft macht es auch hier wieder die Menge. Du solltest bei Gebrauch sparsam sein (der Samen dickt enorm an!), es nur als Kur ähnlich wie bei der Bierhefe für das Pferd verwenden. Eine Dauerfütterung wäre kontraproduktiv.

Hast Du Kotwasser beim Pferd kann das Hausmittel nicht die endgültige Lösung sein. Wie oben erwähnt, muss nachgeforscht werden. Liegt eine Pferdekrankheit vor? Ist das Heu von guter Qualität? Hat mein Pferd Stress?

Hausmittel Nr. 7: Ringelblumen- oder Kamillentee

Hilft innerlich wie äußerlich bei Entzündungen. Die Wundheilung wird bestens unterstützt. Natürlich ist die Menge an getrockneter Blütenmasse bei Pferden deutlich höher.

Ein Hausmittel für Pferde, das sich leicht selbst herstellen lässt.

Hausmittel Nr. 8: Heilerde

Hier gilt auch: die Anwendung kann innerlich wie äußerlich erfolgen. Wenig Erde-Pulver verrührt in Wasser, Mash oder Tee kann den Darm Deines Pferdchens von Gift- und Schadstoffen befreien.

Äußerlich kann die angerührte Heilerde bei oberflächlichen Wunden oder bei Sehnenproblemen helfen. Der angedickte Brei lässt sich gut anbringen und hält prima. Es gibt sogar vorgefertigte Pasten in der Tube. Ein Muss, wenn man an Hausmittel für Pferde denkt.

Zusatztipp: Ein Beinwell-Umschlag kann ebenfalls angelaufene Sehnen wieder abschwellen lassen.

Hausmittel Nr. 9: Apfelessig

Er ist günstig und ein echter Alleskönner. Verdünnt mit Wasser kann er äußerlich angewendet Bakterien, Pilze, Juckreiz und fliegende Plagegeister vertreiben.

Ein kl. Schnapsgläschen Essig (als Kur) ins Futter unterstützt das Immunsystem Deines Pferdes.

Beachte:

Leidet Dein Liebling an einer ernsten Pferdekrankheit sind Hausmittel einfach nicht ausreichend. Die Korrespondenz mit einem Veterinär Deines Vertrauens ist dann unumgänglich und absolut der richtige Weg.

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