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Andalusier – iberische Schönheiten mit Klasse

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Iberische Pferde gelten neben dem Araber und Berber als Hauptvorfahren jeder Pferderasse. Ihr Bekanntheitsgrad steigt daher weit über die Landesgrenzen hinaus.

Als pferdisches Urgestein konnte der Andalusier so vielen Pferden seinen Stempel aufdrücken. Und tatsächlich ist er für viele Pferdefreunde der Inbegriff von dressurlicher Erhabenheit. Sicher ist Dir die Spanische Hofreitschule ein Begriff. Mit faszinierender Eleganz zeigen Reiter mit Spaniern ihr Können und begeistern die Zuschauer mit traumhaftem Teamwork.

Was diese stolzen Rösser so besonders macht, erläutern wir Dir gerne in unserem Portrait.

Andalusier - Definition und Geschichtliches

Klar, jeder denkt beim Wort Andalusier sofort an die Schönheiten der Spanischen Hofreitschule. Grundlegend richtig, aber auch andere Pferde der iberischen Halbinsel z. B. PRE-Mixe oder Lusitanos dürfen als Andalusier bezeichnet werden. Es ist also eher ein Überbegriff für spanische Pferde als eine eigenständige Rasse.

Werden diese jedoch in reinem Blut gezüchtet, wie es in Jerez de la Frontera beispielsweise der Fall ist, bekommen diese Tiere die Bezeichnung PRE (Pura Raza Española). Dort wurde 1476 ein Kloster von Kartäusermönchen gegründet. Diesen ist die Reinzucht der sogenannten Kartäuser-PRE´s (Cartujanos) zu verdanken. Eine besonders edle Unterrasse des PRE.

Der Pura Raza Española wie auch andere Spanier stammen von Sorraia- Pferden ab. Araber und Berber veredelten diese.

Wie oben beschrieben lag der Augenmerk der Zucht auf dem Kartäuserkloster. Adlige unterstützten diese hochwertige Zucht finanziell. In den Zuchtanfängen Spaniens wurden damals die PRE´s und Lusitanos in einem gemeinsamen Zuchtbuch geführt. 1967 teilte sich dieses. Dazu kam, dass 1989 ein extra Buch für die schwarzen PRE´s (Menorquiner) angelegt wurde. Er war früher ebenfalls als Unterrasse des PRE geführt worden.

Züchter gibt es in Spanien heute viele. Das talentierte Dressur- und Freizeitpferd ist die Verkörperung von Ehre und Lebensfreude. Die Menschen sind stolz auf ihre wunderschönen Tiere. Und jeder hat sein eigenes Brandzeichen. Auch Mixe wie der Dreiblüter (Tres Sangres) sind beliebt. Wie der Name schon sagt, entstanden aus dem Araber, Andalusier und dem englischen Vollblut.

1883 war das Jahr, in dem das Fjordpferd erstmalig auf einer Landwirtschaftsausstellung in Deutschland vorstellig wurde. Eine Festigung des Norweger Pony ergab sich erst 1907. Die Reinzucht addierte sich zum festen Bestandteil der norwegischen Zuchtorganisationen. Wie bei vielen Pferderassen ging der Bestand aufgrund der Mechanisierung deutlich zurück.

In Deutschland kam es erst 1954 zur Reinzucht. Die Tiere wurden als ideales Freizeitpferd "entdeckt" und der leichtere, rittigere Typ Norweger sorgsam selektiert. Das hübsche Fjordpferd war nicht mehr nur Wirtschaftspferd.

Der norwegische Verband Norsk Hestesenter führt das Ursprungsstutbuch. Ihre Zuchtbestimmungen sind auch für deutsche Zuchteinrichtungen verbindlich.

Äußeres Erscheinungsbild

Endlich. Hier wollten wir doch hin, oder? Denn optisch ist die andalusische Pferderasse einfach ein Leckerbissen. Nennen wir sie mal liebevoll "Barbiepferde". Und warum? Na klar, wegen ihren wunderschönen, langen Wallemähnen und dem prachtvoll dichtem Schweif. Wen juckt es da nicht in den Fingern diese zu pflegen und zu flechten?

Aber nicht nur das Langhaar eines Pura Raza Española ist ansprechend. Ihr trockener Kopf mit breiter Stirn in rechteckiger Form, die lebhaft wirkenden Augen und die großen Nüstern sind bemerkenswert. Weiter geht es mit einem außerordentlich gut geformten, sehr muskulösen Hals.

Sein Bogen in Richtung rundlichem Widerrist ist atemberaubend. Die Rücken- und Lendenpartie ist ebenso satt bemuskelt. Typisch ist die abfallende Kruppe, die der tief angesetzte Schweif zusätzlich hervorhebt. Starke Röhrbeine, eine elastische Fesselung sowie kompakte Hufe von guter Qualität runden das vorzeigbare Gesamtpaket harmonisch ab. Ein Barockpferdekörper in Vollendung.

Bei den Fellfarben sind Schimmel vorherrschend. Dennoch gibt es Rappen, Füchse und Braune. Im heutigen Trend liegen sogar Sonderfarben wie beispielsweise der Perlino oder Cremellos (cremefarbene Typen). Gerade diese modischen Farbnuancen lassen das Fundament und die imposante Erscheinung deutlicher hervortreten. Schecken sind nicht für Zuchtpapiere zugelassen.

Die Charakterzüge der edlen Pferderasse

In der Zucht der Iberer wurde bewusst Wert auf einen einwandfreien Charakter gelegt. Die Pferde sind trotz des innewohnenden Temperaments aufrichtig und händelbar. Sie überzeugen mit einem hohen Maß an Gehorsamkeit und gehen mit ihrem Reiter sehr enge Bindungen ein. Die Spanische Hofreitschule kann ein Lied davon singen. Deren Hengste sind ein Leben lang mit ihrer dortigen Bezugsperson verbunden. Der Weg vom Fohlen zum Dressurpferd verläuft Hand in Huf sozusagen.

Iberische Pferde - Eignung

Damals als Kriegs- und Jagdpferd eingesetzt, variiert heute die Eignung der schönen Tiere. Natürlich steht anhand der hohen Rittigkeit und Versammlungsfähigkeit der Weg zum Dressurpferd oder Showpferd für viele an erster Stelle. Doch auch vor der Kutsche, am Rind oder als gehobenes Freizeitpferd gibt der Iberer ein tolles Bild ab.

Diese Pferderasse wird heute noch aufgrund ihres Mutes und Arbeitswillens als Stierkampfpferd eingesetzt. In der Arena verzaubern Sie die Zuschauer mit ihrer Wendigkeit und der Loyalität zu ihrem Torero.

Ob der "ganze Rahmen" geschmackvoll ist, sei dahingestellt. Leider ist es dort einfach Tradition. Erfreuen wir uns lieber an dem ausdrucksstarken Dressurpferd der Hofreitschule, dem es in Nullkommanix gelingt den Blick seines Betrachters zu fesseln.

Caballo de baile - tanzendes Pferd

Mit dieser Pferderasse wird sich seit jeher nicht umsonst geschmückt. Ihr gewaltiger, tänzerischer Auftritt und das majestätische Erscheinungsbild machen sie zu absoluten Traumpferden.

Ob im großen Viereck, bei fantasievollen Showevents oder als geliebtes Freizeitpferd - das andalusische Pferd ist seit königlichen Zeiten bereit seinen Weg mit "seinem" Menschen zu gehen.

Animalons Bürstenempfehlung für den Andalusier:

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